Bearbeitungszeit-Rechner
Schätzen Sie die Zykluszeit einer CNC-Bearbeitung aus Bearbeitungslänge, Vorschub und Anzahl der Durchgänge. Praktisch für eine erste Kalkulationsgrundlage — für verbindliche Angebote empfiehlt sich eine CAM-Simulation.
Zuschläge berücksichtigen (optional)
Der Zuschlag deckt Eilgangwege, Anfahrten und kurze Stopps ab — er ersetzt keine echte CAM-Simulation und ist bei komplexen Bahnen nur ein grober Anhalt.
Hinweis: Alle Werte sind unverbindliche Richtwerte. Die tatsächlichen Werte hängen von Maschine, Werkzeug, Material und Bedingungen ab. Beginnen Sie konservativ. Eine Haftung für Werkzeugbruch, Maschinenschäden oder Bearbeitungsergebnisse wird nicht übernommen.
Was der Bearbeitungszeit-Rechner berechnet
Der Rechner schätzt die reine Schnittzeit einer CNC-Bearbeitung aus Bearbeitungslänge, Vorschub und Anzahl der Durchgänge. Ergänzend lässt sich ein Zuschlag für Eilgänge und Anfahrten hinzufügen sowie die Gesamtzeit für eine Stückzahl berechnen. Das Ergebnis ist eine schnelle erste Kalkulationsgrundlage — keine Ersatz für eine echte CAM-Simulation.
Die Formel
t = (s / vf) × n × (1 + Z/100)
Dabei ist t die Bearbeitungszeit, s die Bearbeitungslänge in mm, vf der Vorschub in mm/min, n die Anzahl der Durchgänge und Z der Zuschlag in Prozent für Eilgänge und Anfahrten. Beispiel: 2.000 mm Bearbeitungslänge bei 3.000 mm/min Vorschub und einem Durchgang ergeben eine reine Schnittzeit von 2.000 / 3.000 = 0,667 min. Mit 15 % Zuschlag sind das rund 46 Sekunden.
Was in der Schätzung nicht enthalten ist
- Werkzeugwechsel: Jeder Wechsel kostet je nach Maschine mehrere Sekunden bis Minuten — bei vielen Werkzeugen in Summe relevant.
- Rüst- und Aufspannzeit: Werkstück einlegen, ausrichten, spannen — variiert stark je nach Bauteil und Vorrichtung.
- Beschleunigung/Bremsen: Bei sehr kurzen Bahnsegmenten oder engen Radien erreicht die Maschine den programmierten Vorschub oft gar nicht — die reale Zeit liegt dann höher als berechnet.
- Werkzeugwechsel wegen Verschleiß: Bei langen Bearbeitungen ggf. zusätzliche Standzeit-Pausen.
Wofür sich die Schätzung eignet
Für eine grobe Angebotskalkulation, den Vergleich verschiedener Vorschub-Strategien oder eine erste Plausibilitätsprüfung ist die Formel gut geeignet — vor allem bei einfachen, geraden oder gleichmäßig gekrümmten Bahnen. Bei komplexen 3D-Konturen mit vielen kurzen Segmenten liefert eine CAM-Software (die die tatsächliche Bahn inklusive Beschleunigungsrampen simuliert) deutlich genauere Werte.
Häufige Fragen
Wie genau ist die berechnete Bearbeitungszeit?
Die Formel liefert die reine Schnittzeit plus einen pauschalen Zuschlag für Eilgänge — das ist ein Richtwert, keine exakte Vorhersage. Werkzeugwechsel, Rüstzeit und das Bremsverhalten der Maschine bei kurzen Bahnsegmenten sind nicht enthalten. Für eine verbindliche Kalkulation simuliert eine CAM-Software die tatsächliche Werkzeugbahn.
Welchen Zuschlag sollte ich für Eilgänge einplanen?
Das hängt stark vom Bauteil ab: Bei einer einzelnen langen Kontur reichen oft 5–10 %, bei vielen kurzen Taschen oder Bohrungen mit häufigen Anfahrten können 20–30 % realistischer sein. Der Standardwert von 15 % ist ein Mittelwert für gemischte Bearbeitungen.
Warum ist die reale Zeit an der Maschine oft länger als berechnet?
Neben Werkzeugwechseln und Rüstzeit liegt das häufig an der Beschleunigung: Bei kurzen Bahnsegmenten oder engen Radien bremst die Steuerung ab, bevor der programmierte Vorschub überhaupt erreicht wird. Je mehr Richtungswechsel eine Kontur hat, desto größer die Abweichung zur reinen Weg-durch-Vorschub-Rechnung.
Kann ich damit auch die Zeit für mehrere Werkstücke berechnen?
Ja. Über das Feld „Stückzahl" im aufklappbaren Bereich „Zuschläge berücksichtigen" multipliziert der Rechner die Zeit pro Werkstück mit der gewünschten Stückzahl und zeigt zusätzlich die Gesamtzeit an. Werkzeugwechsel zwischen den Werkstücken sind darin nicht enthalten.
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