BZT CNC-Rechner

Trochoidal- & HSM-Vorschubrechner

Bei radialer Zustellung unter dem halben Werkzeugdurchmesser wird der reale Span dünner als Ihr eingestellter Vorschub pro Zahn. Dieser Rechner ermittelt den nötigen Korrekturfaktor, damit Sie das volle Potenzial von Trochoidal- und HSM-Strategien nutzen.

Hinweis: Alle Werte sind unverbindliche Richtwerte. Die tatsächlichen Werte hängen von Maschine, Werkzeug, Material und Bedingungen ab. Beginnen Sie konservativ. Eine Haftung für Werkzeugbruch, Maschinenschäden oder Bearbeitungsergebnisse wird nicht übernommen.

Was der Chip-Thinning-Rechner berechnet

Beim Trochoidal- und HSM-Fräsen arbeiten Sie bewusst mit kleiner radialer Zustellung (ae). Sobald ae kleiner als der halbe Werkzeugdurchmesser (d/2) ist, greift der Zahn nur über einen kurzen Bogen ein. Die tatsächliche maximale Spanungsdicke fällt dadurch unter den eingestellten Vorschub pro Zahn (fz). Der Schneidkeil schabt mehr, als er schneidet, die Standzeit leidet und das Zeitspanvolumen bleibt ungenutzt. Der Rechner ermittelt aus Durchmesser und radialer Zustellung den Korrekturfaktor und gibt Ihnen den anzuhebenden Vorschub direkt aus.

Die Formel zur Spanungsdickenkorrektur

Der Radial-Chip-Thinning-Faktor (RCTF) berechnet sich aus Werkzeugdurchmesser d und radialer Zustellung ae:

RCTF = d / (2 × √(ae × (d − ae)))

Der korrigierte Vorschub pro Zahn ergibt sich daraus mit:

fz, korrigiert = fz × RCTF

Zur Orientierung einige typische Werte:

Radiale Zustellung ae Korrekturfaktor (RCTF)
50 % von d (ae = d/2) 1,0
25 % von d 1,15
10 % von d 1,67

Bei ae = d/2 ist der Faktor exakt 1,0 — hier entspricht die Spanungsdicke dem eingestellten fz, eine Korrektur ist nicht nötig. Je kleiner die radiale Zustellung, desto stärker fällt die Anhebung aus.

So wenden Sie das Ergebnis an

  • Tragen Sie Werkzeugdurchmesser, geplante radiale Zustellung und Ihr Basis-fz aus dem Datenblatt des Herstellers ein.
  • Übernehmen Sie den korrigierten Vorschub pro Zahn in Ihr CAM-System.
  • Die korrigierte Spanungsdicke bleibt dabei auf dem Wert, den der Werkzeughersteller vorsieht — Sie laufen also nicht über die Belastungsgrenze der Schneide hinaus.

Worauf Sie achten sollten

Die Vorschubanhebung setzt eine steife Maschine und Spindel voraus, da die höhere Tischgeschwindigkeit die Konturtreue und Dynamik fordert. Die Spanungsdickenkorrektur ist die rechnerische Basis des Trochoidal- und HSM-Fräsens und entfaltet ihren Nutzen erst im Zusammenspiel mit passender Bahnstrategie, ausreichender Kühlung und stabiler Werkzeugaufnahme.

Weitere Berechnungen finden Sie in unserer Übersicht der CNC-Rechner. Hintergründe zu Strategien und Schnittwerten lesen Sie im BZT Wissenscenter.

Häufige Fragen

Was ist Chip Thinning (Spanungsdickenkorrektur)?

Bei radialer Zustellung ae unter d/2 greift der Zahn nur über einen kurzen Bogen ein, sodass die reale Spanungsdicke unter dem eingestellten Vorschub pro Zahn liegt. Um die vorgesehene Spanungsdicke zu erreichen, wird fz mit dem Korrekturfaktor multipliziert.

Wie lautet die Formel für den Korrekturfaktor?

Der Radial-Chip-Thinning-Faktor ist RCTF = d / (2 × √(ae × (d − ae))). Der korrigierte Vorschub ergibt sich aus fz, korrigiert = fz × RCTF.

Ab welcher Zustellung muss ich korrigieren?

Erst bei radialer Zustellung unter d/2 (50 % des Durchmessers) wird der Span dünner als fz. Genau bei ae = d/2 ist der Faktor 1,0, bei 25 % rund 1,15 und bei 10 % etwa 1,67.

Gibt es Voraussetzungen für die Vorschubanhebung?

Ja. Die Korrektur setzt eine steife Maschine und Spindel voraus und bildet die rechnerische Basis des Trochoidal- und HSM-Fräsens. Sie wirkt nur im Zusammenspiel mit passender Bahnstrategie und stabiler Werkzeugaufnahme.

Weitere CNC-Rechner

Sie suchen die passende CNC-Portalfräse für Ihre Anwendung? Wir beraten Sie gern.

Beratung anfragen